Dieser Text richtet sich an Hobbybäcker und kulinarisch Interessierte, die lernen möchten, wie man authentische englische Muffins zu Hause zubereitet und diese optimal genießt. Du erhältst hier detaillierte Anleitungen, Tipps zur Perfektionierung der Zubereitung und Ideen zur vielseitigen Verwendung dieses Klassikers.
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Was sind Englische Muffins?
Englische Muffins sind kein süßes Gebäck wie amerikanische Muffins, sondern eher eine Art herzhaftes Brot. Sie zeichnen sich durch ihre charakteristische runde, flache Form, eine leicht knusprige Kruste und eine weiche, luftige Krume mit vielen kleinen Kammern aus. Diese Kammern sind ideal, um geschmolzene Butter oder andere Beläge aufzunehmen. Traditionell werden sie auf einer heißen Platte oder im Ofen gebacken, was ihnen ihre einzigartige Textur verleiht.
Die Kunst des perfekten Englischen Muffins: Ein Rezept
Die Zubereitung englischer Muffins erfordert etwas Geduld und Sorgfalt, doch das Ergebnis ist die Mühe allemal wert. Hier ist ein bewährtes Rezept, das du nach Belieben anpassen kannst.
Zutatenliste für ca. 12 Muffins:
- 500g Weizenmehl (Type 550 oder spezielles Brotmehl)
- 10g Salz
- 7g Trockenhefe (oder 20g frische Hefe)
- 300ml lauwarmes Wasser
- 20g Zucker (optional, für eine leicht süßliche Note und bessere Bräunung)
- Etwas Mehl oder Grieß zum Ausrollen und für die Backfläche
- Butter zum Bestreichen
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
-
Vorbereitung des Teigs:
In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz vermischen. In der Mitte eine Mulde bilden. Wenn du frische Hefe verwendest, diese mit etwas Zucker und lauwarmem Wasser in der Mulde auflösen und kurz gehen lassen. Bei Trockenhefe diese direkt zum Mehl geben und mit dem restlichen Zucker (falls verwendet) und dem restlichen lauwarmen Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Dies kann von Hand etwa 10-15 Minuten dauern, mit einer Küchenmaschine etwa 5-7 Minuten. Der Teig sollte elastisch und nicht klebrig sein. Falls er zu feucht ist, esslöffelweise Mehl hinzufügen; ist er zu trocken, etwas Wasser zugeben. -
Erste Gehzeit:
Den Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen, mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort für etwa 1 bis 1,5 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. -
Formen der Muffins:
Den aufgegangenen Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben. Achte darauf, dass du hierbei nicht zu viel Mehl verwendest, um die Textur nicht zu beeinträchtigen. Du kannst den Teig entweder vorsichtig mit den Händen auseinanderziehen oder mit einem Nudelholz ca. 1,5-2 cm dick ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (ca. 7-8 cm Durchmesser) oder einem Glas Kreise ausstechen. Die Teigreste wieder zusammenkneten, kurz ruhen lassen und erneut ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die ausgestochenen Teigkreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bestreue die Oberfläche der Teiglinge und die Arbeitsfläche großzügig mit Grieß oder feinem Mehl. -
Zweite Gehzeit:
Die Teiglinge erneut mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort für weitere 30-45 Minuten gehen lassen. Sie sollten leicht aufgehen und etwas fluffiger werden. -
Backen im Ofen:
Heize deinen Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vor. Lege ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech hinein. Lege die vorbereiteten englischen Muffins vorsichtig auf das heiße Blech. Backe sie für etwa 8-12 Minuten, bis sie goldbraun sind und hohl klingen, wenn du auf die Unterseite klopfst. -
Alternative Zubereitung auf der Platte:
Traditionell werden englische Muffins auf einer heißen Gusseisenplatte oder in einer speziellen Muffinform auf dem Herd gebacken. Hierfür die Platte auf mittlere Hitze vorheizen und die Teiglinge darauf legen. Von beiden Seiten ca. 5-7 Minuten backen, bis sie gut gebräunt und durchgebacken sind. Achte auf gleichmäßige Hitze, um Anbrennen zu vermeiden. -
Abkühlen lassen:
Die fertigen englischen Muffins auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. Sie sind warm am besten, aber das vollständige Abkühlen ist wichtig, damit sie ihre Struktur entwickeln und sich leicht teilen lassen.
Tipps für die Perfektionierung deiner Englischen Muffins
Auch mit einem guten Rezept gibt es einige Kniffe, die deine englischen Muffins von gut zu herausragend machen.
- Mehlwahl: Ein Mehl mit höherem Proteingehalt (z.B. Type 550 oder spezielles Brotmehl) sorgt für eine bessere Glutenentwicklung und damit für eine luftigere Krume.
- Kneten: Ausreichendes Kneten ist entscheidend, um das Glutennetzwerk aufzubauen, das für die typische Textur verantwortlich ist.
- Temperatur des Wassers: Lauwarmes Wasser (ca. 35-40°C) ist ideal, um die Hefe zu aktivieren, ohne sie abzutöten.
- Nicht zu viel Mehl beim Ausrollen: Verwende nur so viel Mehl wie nötig, um ein Ankleben zu verhindern. Zu viel Mehl kann die Muffins trocken und hart machen.
- Grieß für die Textur: Das Bestreuen mit Grieß vor dem zweiten Gehen und Backen verleiht der Kruste eine angenehme Knusprigkeit.
- Schonendes Formen: Drücke den Teig nach dem ersten Gehen nicht zu stark aus, um die Luftblasen nicht zu zerstören.
- Die richtige Backtemperatur: Eine hohe Anfangstemperatur sorgt für einen schnellen Ofentrieb und eine schöne Kruste.
- Teilen statt Schneiden: Englische Muffins sollten immer mit einer Gabel oder einem Messer geteilt werden, um die einzelnen Kammern in der Krume zu erhalten.
Vielseitiger Genuss: So genießt du deine Englischen Muffins
Englische Muffins sind wahre Alleskönner. Ihre einzigartige Textur macht sie zu einer perfekten Basis für eine Vielzahl von Belägen und Zubereitungen.
Klassisch und Einfach:
- Getoastet mit Butter: Das ist die einfachste und oft beste Art, sie zu genießen. Röste die durchgeteilten Muffins leicht an und bestreiche sie großzügig mit gesalzener Butter.
- Mit Marmelade oder Honig: Die Kammern fangen die süßen Aufstriche wunderbar auf.
Herzhafte Variationen:
- Eggs Benedict: Der Klassiker schlechthin. Ein getoasteter englischer Muffin, belegt mit Schinken oder Speck, einem pochierten Ei und Hollandaise-Sauce.
- Mit Räucherlachs und Frischkäse: Eine beliebte Variante für den Brunch.
- Als Basis für Sandwiches: Belegt mit Käse, Schinken, Gemüse oder einem Spiegelei sind sie ein vollwertiges Frühstück oder eine leichte Mahlzeit.
- Mini-Pizzen: Halbieren, mit Tomatensoße, Käse und Belägen belegen und kurz im Ofen überbacken.
Süße Ergänzungen:
- Mit Quark und Früchten: Eine leichtere süße Variante.
- Mit Nuss-Nougat-Creme: Für Naschkatzen eine unwiderstehliche Kombination.
Aufbewahrung deiner selbstgemachten Muffins
Selbstgemachte englische Muffins schmecken am besten frisch. Sie lassen sich aber auch gut aufbewahren:
- Bei Raumtemperatur: Gut abgekühlt in einem luftdichten Behälter oder einer Brottüte für 1-2 Tage haltbar.
- Einfrieren: Perfekt zum Vorbereiten. Vollständig abgekühlte Muffins einzeln in Frischhaltefolie wickeln und in einem Gefrierbeutel einfrieren. Sie halten sich so bis zu 3 Monate. Zum Auftauen die Folie entfernen und die Muffins toasten oder langsam im Ofen erwärmen.
Die Wissenschaft hinter der Kammerstruktur
Die charakteristische poröse Struktur englischer Muffins entsteht durch die Kombination von Hefe, der richtigen Teigführung und der Backmethode. Die Hefe produziert Kohlendioxidgas, das den Teig aufgehen lässt. Das Glutennetzwerk im Teig fängt dieses Gas ein und bildet Blasen. Beim Backen auf der heißen Platte oder im heißen Ofen dehnt sich das Gas weiter aus, und die Blasen werden zu den typischen Kammern. Die Struktur wird durch das Teilen des Muffins statt durch Schneiden erhalten, da so die einzelnen Schichten, die die Kammern bilden, nicht gequetscht werden.
Worauf du bei der Auswahl von Zutaten achten solltest
Die Qualität der Zutaten hat einen direkten Einfluss auf das Endergebnis. Achte bei der Auswahl auf folgende Punkte:
- Mehl: Wie bereits erwähnt, ist ein Mehl mit höherem Proteingehalt vorteilhaft. Achte auf das angegebene deutsche Mehltype-System.
- Hefe: Verwende frische Hefe, wenn möglich, für ein besseres Aroma. Ansonsten ist gute Trockenhefe eine zuverlässige Alternative. Achte auf das Haltbarkeitsdatum.
- Salz: Ein feines Speisesalz löst sich gut im Teig und sorgt für gleichmäßige Verteilung.
- Wasser: Idealerweise gefiltertes oder stilles Wasser. Vermeide stark gechlortes Leitungswasser, da dies die Hefe beeinträchtigen kann.
Häufige Probleme und ihre Lösungen
Manchmal läuft nicht alles nach Plan. Hier sind Lösungen für typische Herausforderungen:
- Teig klebt zu stark: Gib esslöffelweise mehr Mehl hinzu, aber sei vorsichtig, nicht zu viel zu verwenden.
- Muffins gehen nicht richtig auf: Mögliche Ursachen sind abgelaufene Hefe, zu kaltes Wasser oder eine zu niedrige Geh-Temperatur. Überprüfe das Verfallsdatum deiner Hefe und stelle sicher, dass dein Teig an einem warmen Ort ruht.
- Muffins sind trocken: Wahrscheinlich wurde zu viel Mehl verwendet oder der Teig wurde zu lange geknetet. Auch eine zu lange Backzeit kann dazu beitragen.
- Kruste ist zu blass: Die Backtemperatur war möglicherweise zu niedrig, oder die Muffins wurden zu kurz gebacken.
- Muffins sind innen noch teigig: Die Backtemperatur war zu hoch, wodurch die Kruste zu schnell braun wurde, bevor das Innere durchgebacken war. Reduziere die Temperatur oder die Backzeit.
Warum selber backen die beste Option ist
Der Geschmack und die Textur von selbstgemachten englischen Muffins sind kaum zu übertreffen. Du hast die volle Kontrolle über die Zutaten und kannst sicherstellen, dass keine unnötigen Zusatzstoffe enthalten sind. Der Prozess des Backens ist zudem meditativ und das Ergebnis ein wunderbarer Duft, der deine Küche erfüllt. Darüber hinaus ist das Teilen der frisch gebackenen Muffins mit Familie und Freunden ein besonderes Erlebnis.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Englische Muffins selber backen und genießen
Wie lange ist der Teig für englische Muffins haltbar?
Der Teig für englische Muffins sollte idealerweise direkt nach der Zubereitung und dem ersten Gehen weiterverarbeitet werden. Wenn du ihn jedoch vorbereiten möchtest, kannst du ihn nach dem ersten Gehen für maximal 24 Stunden im Kühlschrank lagern. Vor der Weiterverarbeitung muss er jedoch auf Raumtemperatur erwärmt und kurz geknetet werden.
Kann ich englische Muffins auch ohne Hefe backen?
Die charakteristische luftige Kammerstruktur englischer Muffins beruht auf der Aktivität von Hefe. Wenn du auf Hefe verzichten möchtest, müsstest du ein anderes Rezept für eine Art flaches Brot entwickeln, das aber nicht mehr die Textur eines traditionellen englischen Muffins aufweisen würde. Backpulver oder Natron würden zu einer anderen Art von Teig führen, die eher einem Scone ähnelt.
Wie erkenne ich, ob meine englischen Muffins durchgebacken sind?
Die sicherste Methode ist das Klopfen auf die Unterseite der Muffins. Wenn sie hohl klingen, sind sie in der Regel durchgebacken. Du kannst auch mit einem Holzstäbchen in die Mitte eines Muffins stechen. Wenn kein feuchter Teig daran kleben bleibt, sind sie fertig. Achte auch auf eine schöne goldbraune Farbe.
Muss ich die englischen Muffins wirklich auf der Platte backen?
Nein, das Backen im Ofen ist eine sehr gute und oft einfachere Alternative, die ebenfalls hervorragende Ergebnisse liefert. Die traditionelle Methode auf der Platte imitiert die Bedingungen auf einem alten Herd und kann zu einer besonders rustikalen Kruste führen, aber der Ofen bietet eine gleichmäßigere Hitzeverteilung und ist für viele Hobbybäcker praktischer.
Welche Art von Butter eignet sich am besten für englische Muffins?
Für den klassischen Genuss empfiehlt sich eine gute gesalzene Butter, die leicht schmilzt und den Geschmack abrundet. Wenn du es weniger salzig magst oder andere Beläge verwendest, kannst du auch ungesalzene Butter nehmen und bei Bedarf salzen. Wichtig ist, dass die Butter weich ist, damit sie sich gut verteilen lässt.
Wie vermeide ich, dass die Muffins beim Teilen reißen?
Das Geheimnis liegt im Teilen mit einer Gabel. Statt den Muffin mit einem Messer komplett durchzuschneiden, steckst du eine Gabel in den Rand und reißt ihn entlang dieser Linie auf. Dies bewahrt die filigrane Struktur der Kammern und verhindert ein ungleichmäßiges Reißen.
Kann ich den Teig für englische Muffins am Vortag vorbereiten?
Ja, das ist möglich. Bereite den Teig wie beschrieben vor, lasse ihn einmal aufgehen und stelle ihn dann über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nimmst du den Teig aus dem Kühlschrank, lässt ihn bei Raumtemperatur etwas aufwärmen und formst dann die Muffins. Beachte, dass die zweite Gehzeit dann eventuell kürzer ausfällt.
| Aspekt | Bedeutung für Englische Muffins | Optimale Zubereitung/Verwendung | Wichtige Hinweise | Tipps zur Lagerung |
|---|---|---|---|---|
| Teigstruktur | Grundlage für luftige Krume und Kammern | Ausreichendes Kneten, schonendes Ausrollen, genügend Gehzeit | Glutenentwicklung, nicht zu viel Mehl verwenden | Frisch am besten, aber auch einfrierbar |
| Backmethode | Beeinflusst Kruste und Durchbacken | Hohe Anfangstemperatur (Ofen oder Platte), gleichmäßige Hitze | Verhindert feuchten Kern, fördert goldbraune Farbe | Gleichmäßiges Abkühlen auf einem Gitter |
| Belag-Aufnahme | Charakteristische Eigenschaft durch Kammern | Toasten vor dem Belegen, geeignete Aufstriche | Ideal für geschmolzene Butter, Marmelade, Eiergerichte | Anpassung des Belags an die frische Zubereitung |
| Frische & Haltbarkeit | Beeinflusst Geschmack und Textur | Frisch verzehren, richtig lagern | Luftdichte Verpackung, Einfrieren möglich | Bei Raumtemperatur 1-2 Tage, im Gefrierschrank bis zu 3 Monate |